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Aufbereitung von Gleisschotter

Bahnstreckenbetreiber wie die Deutsche Bahn müssen ihre Schienennetze kontinuierlich in Stand halten. Dabei wird regelmäßig der komplette Gleisunterbau einschließlich des Gleisschotters entfernt und wieder neu aufgebaut, da der Schotter unter der Belastung seine Scharfkantigkeit verliert. Jedes Jahr fallen so mehrere Millionen Tonnen Altschotter an.

Um den Verbrauch an Ressourcen so gering wie möglich zu halten, wird der Altschotter im Sinne des Kreislaufwirtschaftsgesetzes in mobilen oder stationären Aufbereitungsanlagen aufbereitet oder - je nach Verunreinigung - beseitigt. Denn neben dem Verlust der Kanten ist die Kontamination mit Schmiermitteln, Betriebsstoffen, Abrieb von Rädern, Bremsen und Schienen, Pflanzen- und Holzschutzmitteln sowie Ladungsverlusten ein Grund für den Austausch.

Die BAV Aufbereitung GmbH, eine Beteiligungsgesellschaft der RAG Verkauf GmbH, bereitet jährlich etwa 100.000 Tonnen Gleisschotter qualitativ hochwertig auf, so dass er als güteüberwachtes und zertifiziertes Produkt wieder an die Bahnstreckenbetreiber zurückgeliefert werden kann. Der seit 2006 vom TÜV Nord zertifizierte Entsorgungsfachbetrieb verfügt über ein HPQ-Zertifikat (Herstellerbezogene Produktqualifikation) und wurde im Rahmen der Lieferantenbewertung der Deutschen Bahn als Q1-Lieferant (höchster Qualitätsstandard) eingestuft.

Modernste Aufbereitungsanlagen für RC-Schotter

Die Schotteraufbereitungsanlage der BAV Aufbereitung besteht im Wesentlichen aus mehreren Ein- und Zweideck-Siebanlagen zur Klassierung des Materials vor und hinter einer Prallmühle. Durch das Anprallen des Materials in der Prallmühle entstehen neue Brechkanten, die verhindern, dass sich der Schotter im Gleisbett bei Belastung bewegt. Am Ende der Prozesskette werden die geprallten und gesiebten Gesteinskörnungen in der Größe 31,5 bis 63 mm in einer Waschanlage gereinigt.

Für die Lieferung an die Deutsche Bahn ist die Einhaltung der DBS 918 061 (Deutsche Bahn Standard) Voraussetzung. Die BAV Aufbereitung verfügt über ein Zertifikat, das die Konformität der werkseigenen Produktionskontrolle mit den Anforderungen der DIN EN 13450 (Gesteinskörnungen für Gleisschotter) bescheinigt. Dies berechtigt dazu, den ausgelieferten Gleisschotter mit dem CE-Kennzeichen der Europäischen Union für Industrieerzeugnisse zu versehen.

Beim Aufbereitungsprozess anfallendes Restmaterial wie Boden, Splitt oder Brech- bzw. Siebsand werden für andere bauliche Maßnahmen zur Verfügung gestellt. Brechsand wird beispielsweise für den Randwegebau neben den Gleisen oder als Zuschlagstoff zur Herstellung von PSS-Materialien (Planumschutzschicht) verwendet und Splitt vor allem in Schottertragschichten beim Straßenbau verwertet. Schadstoffe werden im Wesentlichen in der abgesiebten Feinfraktion und dem Sediment der Waschanlage aufgefangen. Dieses Material wird nach einer Qualitätskontrolle verwertet oder fachgerecht entsorgt.